Die weltbesten Spareribs

Die weltbesten Spareribs

Knusprig außen, butterzart innen — der heilige Gral der Spareribs, ohne stundenlanges Niedriggaren oder Smoker-Theater. Der Trick ist simpel: erst sanft im Ofen in eigenem Saft schmoren, dann über offener Glut mit dem eingedickten Bratensaft glasieren. Perfekt für laue Abende mit Freunden um den Grill. Nach einem Rezept von Jamie Oliver.

Für: 4 Pers.Schwierigkeit: mittelAktiv: 30 MinGesamt: 105 Min

Quelle: Jamie Oliver

Zutaten

4 Portionen

Hauptzutat

  • 1000 g Seiten Schweinerippen am Stück (von bestmöglicher Qualität)

Für die Marinade / Glasur

  • 2 Limetten (eine für Abrieb + Saft, eine in Spalten als Beilage)
  • 2 EL Ketchup
  • 3 EL Apfelessig
  • 2 EL brauner Rohrzucker (gehäuft)
  • 1 EL Paprika edelsüß
  • 1 TL Fünf-Gewürze-Pulver (gehäuft)
  • 3 EL natives Olivenöl extra
  • Meersalz
  • schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen

Utensilien

  • mittelgroße Bratenpfanne (ca. 30 × 35 cm)
  • feine Reibe
  • Alufolie
  • Küchenzange
  • Backpinsel
  • Grill (Holzkohle oder Gas)

Frühe Vorbereitung

Ein kleiner Schritt mit großer Wirkung — Fleisch auf Raumtemperatur gart gleichmäßiger und bleibt zarter.

  • Ca. 1 Stunde vorher: Rippchen aus dem Kühlschrank nehmen und im Bräter auf Raumtemperatur kommen lassen.

Vorbereitung

Mise en place — alles griffbereit, bevor der Ofen an ist.

  1. Ofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Von einer Limette die Schale fein abreiben und den Saft in eine Schüssel geben.
  3. Die zweite Limette in Spalten schneiden und beiseitelegen (kommt später beim Servieren dazu).
  4. In die Schüssel mit Limettenabrieb und -saft geben: Ketchup, Apfelessig, Olivenöl, brauner Rohrzucker, Paprika edelsüß und Fünf-Gewürze-Pulver. Alles gut verrühren — das ist die Marinade.
  5. Alufolie zurechtreißen, Küchenzange und Backpinsel bereitlegen.

Zubereitung

  1. Würzen: Die Rippchen großzügig mit Meersalz und frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer einreiben.
  2. Marinieren in der Pfanne: Die Rippchen in die Bratenpfanne legen, mit der Marinade übergießen und sorgfältig von allen Seiten darin wenden, sodass sie rundum bedeckt sind.
  3. Zudecken: Die Pfanne mit Alufolie gut zudecken — je dichter, desto besser. Der Dampf darunter hält das Fleisch saftig.
  4. Im Ofen garen: Für 3 Stunden bei 140 °C** in den Ofen schieben, bis das Fleisch zart und appetitlich ist — die Rippchen sollten leicht vom Knochen lösen.
  5. Grill vorheizen (ca. 20 Min vor Ende der Ofenzeit): Holzkohle- oder Gasgrill auf hohe Hitze bringen und gut durchglühen lassen. Rost sauber und frei von Rückständen.
  6. Übergang Ofen → Grill: Rippchen nach Ablauf der Garzeit aus dem Ofen nehmen, Folie entfernen. Die Rippchen mit der Zange auf den Grill legen, den Bräter mit Bratensaft daneben abstellen und den Saft eindicken lassen (auf kleiner Flamme oder im Randbereich des Grills).
  7. Grillen & glasieren: Rippchen rundherum bräunen und alle paar Minuten mit dem eingedickten Bratensaft einpinseln. Weiter grillen und pinseln, bis sie von allen Seiten goldbraun und knusprig sind (ca. 10–15 Min).
  8. Anrichten: Die Rippchen auf ein sauberes Brett legen und mit der restlichen eingedickten Sauce überziehen. Zwischen den Rippen in einzelne Stücke schneiden und mit den Limettenspalten servieren.

Tipps & Varianten

  • Schärfe-Upgrade: 1 TL Chiliflocken oder 1 gehackte Chili in die Marinade — passt hervorragend zum Fünf-Gewürze-Pulver.
  • Ohne Grill (reiner Ofen): Nach den 1½ Stunden Folie entfernen, Temperatur auf 220 °C hochdrehen, Rippchen mit eingedicktem Bratensaft einpinseln und weitere 15–20 Min bräunen. Nicht so rauchig wie vom Grill, aber ebenfalls herrlich.
  • Asia-Twist: Statt Ketchup 2 EL Hoisin-Sauce und 1 EL Sojasauce verwenden — verstärkt das Fünf-Gewürze-Profil.
  • Am Vortag vorbereiten: Bis zum Ende des Ofen-Schritts alles schon einen Tag vorher machen. Am Grilltag die Rippchen kalt aus dem Kühlschrank holen, in der Pfanne mit Saft kurz bei 120 °C aufwärmen, dann wie gewohnt grillen und glasieren.
  • Häufiger Fehler: Pfanne nicht dicht genug verschlossen → Fleisch wird trocken. Alufolie sorgfältig am Rand andrücken.
  • Qualität des Fleischs: Bei Spareribs lohnt sich der Gang zum guten Metzger. Seiten vom Schwein „am Stück" (nicht vorgeschnitten) sind saftiger und aromatischer.

Dazu passt

  • Maiskolben vom Grill mit Kräuterbutter
  • Coleslaw (Krautsalat mit Joghurt-Mayo)
  • Ofenkartoffeln mit Sour Cream
  • Knackiges Weißbrot zum Tunken
  • Kaltes Bier oder ein kräftiger Rotwein (Zinfandel, Malbec)

Bilder

Galerie-Bilder zum Rezept. Bilddateien liegen in ../_Attachments/. Namensschema: Die_Weltbesten_Spareribs_IMG_001.jpeg, _IMG_002.jpeg, … in gewünschter Reihenfolge.